Hervorgehobener Artikel

OpenRuhr – offene Daten für das Ruhrgebiet

Willkommen! OpenRuhr ist eine offene Plattform für mehr OpenData und OpenGoverment im Ruhrgebiet. Mehr Infos, das Ratsinformationssysten-Projekt, Newsletter, Kontakt.

Bochum bietet OpenData und Mängelmelder

Moers war lange Zeit die einzige Stadt, welche im Ruhrgebiet offene Daten angeboten hat (und so richtig glücklich ist Moers bei dieser Zuordnung ja auch nicht und bevorzugen den Niederrhein ;) ). Mit dieser Woche hat sich das auf jeden Fall geändert: Bochum wurde NRWs OpenData Stadt Nr. 6.

Die Presseeinladung dazu war fast ein wenig unscheinbar, präsentiert wurde das neue Angebot auf der regelmäßigen montäglichen Pressekonferenz der Stadt. Aber statt nur ein paar Ankündigen was gemacht werden könnte wurden Ergebnisse präsentiert. Die wichtigsten Änderungen dürfte eine übersichtliche Sammlung aller Online-Dienste auf einer Seite sein (welche man sonst nie gefunden hätte) – und ein OpenData Portal mit 22 Datensätzen für den Start.

OpenData Portal Bochum

OpenData Portal Bochum

Viele Impulse und Eigenengagement ergeben OpenData

Das Thema begleitet die Stadt scheinbar schon seit etwa zwei Jahren, und auch der Start von OpenRuhr:RIS schien nicht unbeachtet geblieben zu sein. Der Platz 24 bei dem Ranking Online-Angebote aller NRW-Kommunen initiiert von der Grünen Landtagsfraktion (bei der OpenRuhr und die OKF als Experte herangezogen wurde) hat dann wohl endgültig das dafür gesorgt dass man zeigen wollte: Bochum kann mehr. Ein knappes halbes Jahr später gibt es nun die Ergebnisse.

OpenData möglich ohne viel Geld

Bemerkenswert ist auch die Situation unter der die Datensätze gesammelt wurden. Bochum hat finanziell die eine oder andere Schwierigkeit zu meistern, so dass es aktuell (wieder) in der Haushaltssperre ist. Unter diesen Voraussetzungen das Thema OpenData zu bearbeiten zeigt, dass offene Daten nicht viel Geld kosten müssen. Bemerkenswert ist auch die sehr pragmatische Herangehensweise des Angebotes: die Initiative kommt aus der Verwaltung, und zunächst nutzt man das stadteigene CMS, um die Daten bereitzustellen – beides aus er “OpenData-Stadt” Moers bekannte Strategien.

Die Zukunft: mehr Datensätze, eine App, …

Auf der Pressekonferenz haben die Vertreter der Stadt dazu aufgefordert, dass sie gerne weitere Daten bereitstellen würden, wenn die Community sagt, was sie haben möchte. Und natürlich freut sich die Stadt über Anwendungen, die auf Basis ihrer Daten entstehen.

Was schon fest geplant ist ist eine Mängelmelder-App, mit welcher dann mobil mit der GPS Position des Smartphones Daten eingereicht werden können. Dies scheitert zur Zeit an der Haushaltssperre, womit die dafür benötigten 8.000 € nicht freigegeben werden können. Auch ein öffentliches Tracking der Anliegen ist denkbar, aber auch dafür wird Geld benötigt, da dies das Stadt-CMS so nicht hergibt.

Wir als OpenRuhr würden uns sehr freuen, wenn aus den Daten spannende Apps entstehen würden – dieses Blog dient dann auch gerne zur Vorstellung. Bislang eignen sich die Daten für Karten-Visualisierungen, aber je mehr Datensätze bereitgestellt, desto eher lassen sich da auch Daten verknüpfen.

UPDATE: Für die erste Inspiration sammeln wir in einem Etherpad weitere interessante Datensätze, die wir dann der Stadt Bochum übergeben. Ziel sollte v.a. sein, dass dann am Ende auch tatsächlich Anwendungen auf Basis dieser Daten geschaffen werden können.

Die OpenRuhr:RIS VM: Offenes Ratsinformationssystem für zu Hause

Die bei OpenRuhr:RIS verwendete Software ist zwar OpenSource-Software, wirkt auf dem ersten Blick aber etwas unübersichtlich, was sicherlich die Mithilfe an dem Projekt schwieriger macht. Dies dürfte unter anderem auch an den verwendeten Komponenten liegen, Flask, MongoDB und ElasticSearch gehören nicht unbedingt zu dem, womit man täglich arbeitet.

Doch so schwer ist es nun auch nicht, wie es auf dem ersten Blick auszusehen scheint. Um das zu verdeutlichen und den Einstieg in die Entwicklung von OpenRuhr:RIS zu erleichtern haben wir eine Virtuelle Maschine für VBox zusammengestellt, mit dem man leicht die ersten Schritte gehen kann.

Mit dieser virtuellen Maschine hat man eine fertige Installation von Scraper und Weboberfläche. Die Monate Januar bis März 2013 der Stadt Bochum sind dort bereits gescraped, d.h. man kann innerhalb von Minuten eine eigene OpenRuhr:RIS Instanz auf seinem lokalen Computer starten und das System Schritt für Schritt entdecken.

Um die virtuelle Maschine zu starten benötigt man die kostenlose Virtualisierungssoftware VirtualBox, welche für Windows, Linux, Mac OS-X und Solaris zur Verfügung steht. Außerdem benötigt man den gut 4 GB großen Download der virtuellen Maschine mit OpenRuhr:RIS. Um die virtuelle Maschine nutzen zu können sollte man einen Rechner mit 4 GB RAM oder mehr haben sowie 40 GB Festplattenspeicher übrig haben.

Zur Vorbereitung müssen wir VirtualBox installieren und die heruntergeladene virtuelle Maschine entpacken (z.B. mit 7Zip). Doppelklickt man nun auf RIS.vbox, wird die virtuelle Maschine zu VirtualBox hinzugefügt. Nun sollte man noch das Netzwerk konfigurieren (Ändern -> Netzwerk), dort wäre Netzwerkbrücke (alternativ: NAT) empfehlenswert, um eine Internetverbindung zu bekommen und ggf. Zeroconf nutzen zu können.

Nun können wir die virtuelle Maschine starten und uns in die Ubuntu 12.04 Server-Installation einloggen (Nutzer: ris, Passwort: ris). Mit sudo -i (Passwort: ris) erhalten wir dann eine Root-Shell.

Die Weboberfläche

Schauen wir uns als erstes die fertige Installation der Weboberfläche mit den bereits bestehenden Daten an. Dazu wechseln wir mit sudo -i -u ris-web in den Nutzer ris-web und wechseln dann mit cd /opt/ris-web/ in das Arbeitsverzeichnis der Weboberfläche. Dort angekommen aktivieren wir mit source ris-web/bin/activate das virtuelle Python-Enviroment für die Weboberfläche.

In der aktuellen Version der Weboberfläche müssen wir nun noch den Hostname anpassen. Dieser sollte unserer IP-Adresse mit Port 5000 gleichen. Mit ifconfig eth0 kriegen wir unsere aktuelle IP der virtuellen Maschine heraus. Diese tragen wir mit vim city/bochum.py bei dem Wert BASE_URL ein (also z.B. http://192.168.0.100:5000/ ).

Nun ist die OpenRuhr:RIS Weboberfläche startbereit: mit python runserver.py starten wir die Oberfläche. Nun können wir unter der IP-Adresse mit Port 5000 (also wie in BASE_URL, z.B. http://192.168.0.100:5000/ )in einem Browser die Oberfläche anschauen, Suchen, Details betrachten, … etc. Voilà!

Der Scraper

Auch der Scraper ist in der virtuellen Maschine startbereit. Dafür beenden wir die Session vom Nutzer ris-web und starten mit sudo -i -u ris-scraper eine Session für den Nutzer des Scrapers. Mit cd /opt/ris-scraper wechseln wir in das Arbeitsverzeichnis des Scrapers, mit source ris-scraper/bin/activate aktivieren wir das virtuelle Python-Enviroment. Der Scraper ist nun einsatzbereit.

Um nun z.B. die Monate April bis Juni zu den bestehenden Daten hinzuzufügen starten wir den Scraper mit folgenden Parametern: python main.py -v -q –start 2013-04 –end 2013-036 . Achtung – das wird ein paar Stunden dauern, bis der Scraper fertig ist! Alle weiteren Möglichkeiten gibt es in der Dokumentation / Readme des Scrapers zu lesen.

Aktualisieren der OpenRuhr:RIS Software

Die Aktualisierung ist recht einfach, da OpenRuhr:RIS wie auch sein Vorbild offeneskoln.de in Github entwickelt werden. Gehen wir von einer Root-Konsole aus, wechseln wir mit sudo -i -u ris-web und cd /opt/ris-web in den richtigen Nutzer und das richtige Arbeitsverzeichnis. Nun können wir ganz einfach mit git pull die neusten Updates vom OpenRuhr Git Repository bekommen. Das Ganze funktioniert natürlich auch analog mit ris-scraper.

Nächste Schritte: Entdecken und selbst anpassen

Mit der OpenRuhr:RIS virtuellen Maschine habt ihr die Basis, mit der ihr selbst anfangen könnt, das System zu entdecken und anzupassen. Besonders interessant dürften Anpassungen an den Scraper sein, da man dadurch andere Städte mit einem offenen Ratsinformationssystem ausstatten kann.

Wenn jemand dabei einen funktionierenden Scraper für eine weitere Stadt im Ruhrgebiet entwickelt kann er sich gerne bei uns melden: wir kümmern uns dann um das Hosting. Die VM selbst ist nicht für die Bereitstellung im Netz gedacht, sie hat an vielen stellen eine sehr unsichere Konfiguration, die die Entwicklung sehr komfortabel macht, aber nicht für den Produktiveinsatz geeignet ist.

Für Fragen kommentiert gerne diesen Post oder meldet Euch auf der RIS-Entwicklungs-Mailingliste des OKFN.

Offenes Ratsinformationssystem für Duisburg veröffentlicht

Bei der Veröffentlichung des alternativen Ratsinformationssystems OpenRuhr:RIS vor einem Monat für Bochum und Moers war von Anfang an mehr geplant: die schrittweise Ausweitung das Thema OpenData in das ganze Ruhrgebiet. Den ersten Schritt dazu machen wir heute: das alternative Ratsinformationssystem OpenRuhr:RIS:Duisburg wird ab sofort unter http://duisburg.ris.openruhr.de/ abzurufen sein.

Außerdem haben wir ein neues Feedback-System für Anhänge freigeschaltet, um Probleme mit diesen direkt melden zu können. Ebenfalls sind nun Datenbank- und Anhang-Downloads ab sofort tagesaktuell. Viel Spaß bei der Nutzung des Systems!

Wenn Du OpenRuhr:RIS auch in Deiner Stadt haben möchtest und / oder Lust hast, an dem Projekt mitzuwirken melde Dich bei uns! Von Python- und JavaScript-Programmierern über OpenData-Bloggern bis hin zu politisch Aktiven mit direktem Draht in die Städte können wir in allen Bereichen Unterstützung brauchen – wir freuen uns auf Deine Mitwirkung.

Anbei noch die Pressemitteilung, die an Pressevertreter aus Duisburg und dem Ruhrgebiet verschickt wird:

Duisburg, 01.08.2013: Alternative Ratssysteme sorgen für mehr Transparenz der Stadt, macht Politik sichtbarer, Mitbestimmung leichter und zeigt zivilgesellschaftliches Engagement. Ein solches System wurde heute für Duisburg veröffentlicht ( http://duisburg.ris.openruhr.de/ ) . Die Plattform ist eine Weiterentwicklung der zuvor von OpenRuhr veröffentlichten alternativen Ratsinformationssystemen Bochum und Moers sowie des viel beachteten Projektes offeneskoeln.de. Mehr Infos auf dem OpenRuhr Blog: http://openruhr.de/

Mehr politische Sichtbarkeit, mehr Transparenz, mehr Informationen für Beteiligung: das soll die zentrale Kommunikationsplattform des Rates, das Ratsinformationssystem, leisten. Doch die Nutzung ist für Bürgerinnen und Bürger oft schwierig, da die Systeme für die täglich damit arbeitenden Rats- und Verwaltungsmitglieder optimiert sind. Doch die Informationsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger kommen häufig zu kurz. Daten, welche als Offene Daten unter freien Lizenzen angeboten werden, schaffen einen guten Nährboden für mehr Demokratie und Mitbestimmung, aber auch für innovative Wirtschaft.

Ein Fokus auf die Bürgerinnen und Bürger: das haben wir nach Bochum und Moers[1] nun für Duisburg realisiert – basierend auf den Daten der Orginal-Ratsinformationssysteme[2]. Wir, das ist OpenRuhr, eine im März 2013 gegründete Initiative von OpenData-Enthusiasten, die in ihrer Freizeit mehr Demokratie möglich machen wollen. Und wir möchten Sie einladen, sich unser neues Ratsinformationssystem OpenRuhr:RIS:Duisburg einmal anzuschauen und gerne damit im Alltag zu arbeiten sowie Rückmeldungen zu geben: http://duisburg.ris.openruhr.de/.

“Damit das Ruhrgebiet hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann, werden wir in Folge diesen Service auf weitere Ruhrgebietsstädte ausweiten und weitere Gespräche zu mehr OpenData im Ruhrgebiet führen. Duisburg ist hier der erste Schritt der versprochenen Ausweitung, es werden noch viele weitere folgen.”, so Ernesto Ruge, Initiator der Initiative OpenRuhr.

OpenRuhr:RIS ist ein Projekt des Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.[3], welcher sich bundesweit für die Öffnung von Wissen, Open Data und Open Goverment engagiert. Vorbild für OpenRuhr ist Marian Steinbachs offeneskoeln.de[4]. Unser Angebot ist dank der Unterstützung des Linuxhotels [5] kostenlos und werbefrei. Inzwischen hat die Stadt Moers über OpenRuhr:RIS hinaus als eine der ersten Städte in NRW ein OpenData Portal lanciert und steht damit im Zentrum des Interesses zahlreicher Organisationen. Parallel dazu bereitet das Land NRW zur Zeit mit OpenNRW [6] ein großes OpenData Portal über alle Ministerien hinweg geplant.

Initiative OpenRuhr

(Presse-)Kontakt: Ernesto Ruge, info {at} openruhr(.)de, 0173 166 21 74, http://openruhr.de/

[1] http://openruhr.de/2013/06/20/openruhrris-wurde-veroeffentlicht/
[2] Bürgerinformationssystem der Stadt Duisburg: https://www.duisburg.de/ratsinformationssystem/bi/
[3]  Der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger  Verein in Berlin, der sich für die Verbreitung von freiem und offen  zugänglichem Wissen in der Gesellschaft einsetzt: http://okfn.de/about/
[4]  offeneskoeln.de sammelt und bereitet Dokumente und Daten auf, die im Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Köln veröffentlicht werden, und stellt sie in einer nutzerfreundlichen Art und Weise dar: http://offeneskoeln.de/ueber/
[5] Das Linuxhotel in Essen ist ein auf Open-Source Software spezialisiertes Schulungsunternehmen: http://www.linuxhotel.de
[6]  Open.NRW: das Landeskabinett hat die ressortübergreifende Projektgruppe  „Open.NRW“ mit der Erarbeitung einer Open-Data Strategie für das Land  NRW beauftragt.

Vorankündigung: Alternatives Ratsinformationssystem für Duisburg

Nach der Veröffentlichung von Bochum und Moers bekommt nun die dritte Stadt im Ruhrgebiet ein offenes Ratsinformationssystem: das alternative Ratsinformationssystem OpenRuhr:RIS für die Stadt Duisburg wird am 1.8.13 online gehen.

Anhang Melden

Außerdem wurde ein neues System für Rückmeldungen von Anhängen online geschaltet. Jeder Nutzer kann so Urheberrechtsverletzungen, nicht lesbare Anhänge oder fehlerhaft in bei Suchbegriffen auftretende Ergebnisse melden. Die Rückmelde-Buttons befinden sich direkt neben den Anhängen.

Du möchtest OpenRuhr:RIS auch für Deine Stadt? Du möchtest mithelfen? Gerne – melde Dich bei uns oder melde Dich direkt bei der OKFN Entwickler-Mailingliste an!

OpenRuhr:RIS auf netzpolitik.org

Das Projekt OpenRuhr:RIS, das alternative Ratsinformationssystem für das Ruhrgebiet, hat es auf das Blog netzpolitik.org geschafft. In dem Artikel haben wir die aktuelle Entwicklungen aufgezeigt, die neuen Veröffentlichungen präsentiert und zu Mitarbeit aufgerufen. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen!

Wir haben mehrere Städte bereits jetzt in Vorbereitung. Aber um OpenRuhr:RIS auf weitere Städte zu erweitern, brauchen wir Deine Hilfe. Ganz konkret brauchen wir neue Scraper, welche zur Zeit in Python entwickelt wurde. Interessierte Programmierer können sich gern auf der OKFN Mailingliste melden. Aber auch nicht-IT-affine Menschen werden gesucht, wenn OpenData bedeutet auch viel Informationsvermittlung, aber auch Planung von einem demnächst stattfindenden Hackday. Melde Dich gerne bei unserer Mailingliste an oder melde Dich direkt unter info {at} openruhr(.)de.

OpenRuhr:RIS wurde veröffentlicht

Ja, es ist schon ein wenig Zeit und Energie in das Projekt geflossen. Aber wir denken, dass es sich gelohnt hat. Das Projekt – das ist OpenRuhr:RIS, ein alternatives Ratsinformationssystem für das Ruhrgebiet. Und es wurde heute veröffentlicht – für Bochum und Moers. Schau es Dir gerne einmal genauer an und hilf uns, es noch besser zu machen – durch Verbesserungsvorschläge oder auch durch Mitarbeit.

Wir danken der OKF, unter dessen Dach wir das Projekt entwickeln und veröffentlichen durften, dem Linuxhotel für den Server, der Stadt Moers für ihre umfangreiche Unterstützung, der Presse und den verschiedensten Bürgerinnen und Bürgern (seien es OpenData Aktivisten, Politiker, Verwaltungsangestellte oder einfach Interessierte), welche uns schon jetzt viele positiven Rückmeldungen, interessierte Nachfragen und Berichterstattungen gegeben haben und natürlich allen, die dem Projekt durch ihre vielfältige Mitarbeit geholfen haben. Danke!

Anbei noch die Pressemitteilung, welche in wenigen Minuten versendet wird.

Bochum / Moers, 20.06.2013: Alternative Ratssysteme sorgen für mehr Transparenz in beiden Städten, macht Politik sichtbarer, Mitbestimmung leichter, zeigt zivilgesellschaftliches Engagement und erweitert die OpenData Strategie der Stadt Moers. Ein solches System wurde heute für Bochum und Moers veröffenntlicht ( http://bochum.ris.openruhr.de/ und http://moers.ris.openruhr.de/ ) . Die Plattform ist eine Weiterentwicklung des viel beachteten Projektes offeneskoeln.de.

Mehr politische Sichtbarkeit, mehr Transparenz, mehr Informationen für Beteiligung: das soll die zentrale Kommunikationsplattform des Rates, das Ratsinformationssystem, leisten. Doch die Nutzung ist für Bürgerinnen und Bürger oft schwierig, da die Systeme für die täglich damit arbeitenden Rats- und Verwaltungsmitglieder optimiert sind. Doch die Informationsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger kommen häufig zu kurz. Daniel Dietrich, Sprecher des OKF Deutschland e.V., ergänzt “Daten, welche als Offene Daten unter freien Lizenzen angeboten werden, schaffen einen guten Nährboden für mehr Demokratie und Mitbestimmung, aber auch für innovative Wirtschaft.”

Ein Fokus auf die Bürgerinnen und Bürger: das haben wir nun für Bochum und Moers realisiert – basierend auf den Daten der Orginal-Ratsinformationssysteme. Wir, das ist OpenRuhr, eine im März 2013 gegründete Initiative von OpenData-Enthusiasten, die in ihrer Freizeit mehr Demokratie möglich machen wollen. Und wir möchten Sie einladen, sich unser neues Ratsinformationssystem OpenRuhr:RIS einmal anzuschauen und gerne damit im Alltag zu arbeiten – Bochum: http://bochum.ris.openruhr.de/ und Moers: http://moers.ris.openruhr.de/ . Moerser Bürgermeister Norbert Ballhaus begrüßte die Entwicklung: “Wir freuen uns, dass OpenRuhr die OpenData Bemühungen unserer Stadt aufnimmt und mit unseren Daten neue faszinierende Dienste entwickelt.”

“Damit das Ruhrgebiert hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann, werden wir in Folge diesen Service auf weitere Ruhrgebietsstädte ausweiten und weitere Gespräche zu mehr OpenData im Ruhrgebiet führen.”, so Ernesto Ruge, Initiator der Initiative OpenRuhr.

OpenRuhr:RIS ist ein Projekt des Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.[2], welcher sich bundesweit für die Öffnung von Wissen, Open Data und Open Goverment engagiert. Vorbild für OpenRuhr ist Marian Steinbachs offeneskoeln.de[3]. Unser Angebot ist dank der Unterstützung des Linuxhotels [4] kostenlos und werbefrei. Inzwischen hat die Stadt Moers über OpenRuhr:RIS hinaus als eine der ersten Städte in NRW ein OpenData Portal lanciert und steht damit im Zentrum des Interesses zahlreicher Organisationen. Parallel dazu bereitet das Land NRW zur Zeit mit OpenNRW [5] ein großes OpenData Portal über alle Ministerien hinweg geplant.

Präsentation auf der Pressemitteilung

Wie auf der Pressemitteilung versprochen gibt es hier nun auch die gezeigte Präsentation zum Download. Viel Spaß beim Anschauen – wir freuen uns über Rückfragen!

After-PK-Meetup in Moers

Am Donnerstag, 20. Juni, passiert großes in Bochum und Moers. Nach der Pressekonferenz laden wir Euch ein zur:

Was? After-PK-Meetup in Moers
Wann? Donnerstag, den 20.06.2013 ab 18:00 Uhr
Wo? Bollwerk 107, Zum Bollwerk 107, 47441 Moers

Damit der Gastronom die Tische zusammenrücken kann wären wir Dir sehr dankbar, wenn Du kurz bescheid gibst ob Du kommst. Du erreichst uns über:

  • Twitter: @OpenRuhr
  • eMail: info {at} openruhr(.)de

Wir sehen uns in Moers!

Presseeinladung: Initiative OpenRuhr veröffentlicht alternatives Ratsinformationssystem für Bochum und Moers

Bochum / Moers, 20.06.2013: Alternatives Ratsinformationssystem sorgt für mehr Transparenz in beiden Städten, macht Politik sichtbarer, Mitbestimmung leichter, zeigt zivilgesellschaftliches Engagement und erweitert die OpenData Strategie der Stadt Moers. Plattform ist Weiterentwicklung des viel beachteten Projektes offeneskoeln.de. Doppel-Pressekonferenz am 20.06.13, 10:45 Ratskeller Bochum, 14:00 Ratssaal / Rathaus Moers (mit Bürgermeister Norbert Ballhaus). Anmeldung erwünscht.

Mehr politische Sichtbarkeit, mehr Transparenz, mehr Informationen für Beteiligung: das soll die zentrale Kommunikationsplattform des Rates, das Ratsinformationssystem, leisten. Doch die Nutzung ist für Bürgerinnen und Bürger oft schwierig, da die Systeme für die täglich damit arbeitenden Rats- und Verwaltungsmitglieder optimiert sind. Die Folge: die Informationsbedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger kommen häufig zu kurz. Denn: Daten, welche als Offene Daten unter freien Lizenzen angeboten werden, schaffen einen guten Nährboden für mehr Demokratie und Mitbestimmung, aber auch für innovative Wirtschaft.

Ein Fokus auf die Bürgerinnen und Bürger: das haben wir nun für Bochum und Moers realisiert – basierend auf den Daten der Orginal-Ratsinformationssysteme[1]. Wir, das ist OpenRuhr, eine im März 2013 gegründete Initiative von OpenData – Enthusiasten, die in ihrer Freizeit mehr Demokratie möglich machen wollen. Und wir möchten Sie einladen, sich unser neues Ratsinformationssystem OpenRuhr:RIS einmal anzuschauen und gerne damit im Alltag zu arbeiten. Hierzu laden wir Sie herzlich zu unserer Doppel-Pressekonferenz am 20.06. um 10:45 im Ratskeller Bochum und um 14:00 im Ratssaal / Rathaus Moers mit Bürgermeister Norbert Ballhaus ein. Eine Anmeldung unter info {at} openruhr(.)de ist erwünscht. Preview-Zugang möglich.

OpenRuhr:RIS ist ein Projekt des Open Knowledge Foundation Deutschland e.V.[2], welcher sich bundesweit für die Öffnung von Wissen, Open Data und Open Goverment engagiert. Vorbild für OpenRuhr ist Marian Steinbachs offeneskoeln.de[3]. Unser Angebot ist dank der Unterstützung des Linuxhotels [4] kostenlos und werbefrei. Inzwischen hat die Stadt Moers über OpenRuhr:RIS hinaus als eine der ersten Städte in NRW ein OpenData Portal lanciert und steht damit im Zentrum des Interesses zahlreicher Organisationen. Parallel dazu bereitet das Land NRW zur Zeit mit OpenNRW [5] ein großes OpenData Portal über alle Ministerien hinweg geplant.

Damit das Ruhrgebiert hier eine Vorreiterrolle einnehmen kann, werden wir in Folge diesen Service auf weitere Ruhrgebietsstädte ausweiten und weitere Gespräche zu mehr OpenData im Ruhrgebiet führen.

Initiative OpenRuhr

(Presse-)Kontakt: Ernesto Ruge, info {at} openruhr(.)de, 0173 166 21 74

[1] Bürgerinformationssystem der Stadt Bochum: https://session.bochum.de, Moers: http://www.buergerinfo.moers.de/
[2] Der Open Knowledge Foundation Deutschland e.V. ist ein gemeinnütziger Verein in Berlin, der sich für die Verbreitung von freiem und offen zugänglichem Wissen in der Gesellschaft einsetzt: http://okfn.de/about/
[3] offeneskoeln.de sammelt und bereitet Dokumente und Daten auf, die im Ratsinformationssystem (RIS) der Stadt Köln veröffentlicht werden, und stellt sie in einer nutzerfreundlichen Art und Weise dar: http://offeneskoeln.de/ueber/
[4] Das Linuxhotel in Essen ist ein auf Open-Source Software spezialisiertes Schulungsunternehmen: http://www.linuxhotel.de/
[5] Open.NRW: das Landeskabinett hat die ressortübergreifende Projektgruppe „Open.NRW“ mit der Erarbeitung einer Open-Data Strategie für das Land NRW beauftragt: http://www.nrw.de/opennrw/

Ratsinformationssysteme: erster Schritt zur Transparenz und der Weg ins Ruhrgebiet

Wie erfahren wir eigentlich, was der Rat und die Verwaltung in unserer Kommune machen? Der wohl einfachste Weg neben der direkten Kommunikation mit den Mandatsträgern ist eine Recherche in einem Ratsinformationssystem. Ein Ratsinformationssystem, kurz RIS, ist eine Online-Datenbank, welche alle öffentlichen Informationen wie Sitzungen, Anfragen, Abstimmungen und vieles mehr beherberg.

Jede Stadt im Ruhrgebiet hat ein derartiges System. Doch die Oberfläche der Systeme ist mittlerweile etwas sehr in die Jahre gekommen. Außerdem orientieren sie sich stark an den Bedürfnissen der Verwaltung selbst, so dass sie für Bürgerinnen und Bürger nicht besonders intuitiv wirken.

Eine neue Oberfläche für Ratsinformationssysteme

Aus diesem Grund hat Marian Steinbach offeneskoeln.de entwickelt, welche die im RIS verfügbaren Informationen geographisch zuordnet und besser durchsuchbar macht. Das System ist so komfortabel, dass schon bald selbst die Ratsmitglieder die neue Oberfläche gegenüber der offiziellen bevorzugten.

Leider ist der Betrieb eines solchen Systems nicht ohne Risiken. Denn in RIS lagern hin und wieder urheberrechtlich geschützte Dokumente, welche bislang durch die schlechte Durchsuchbarkeit der Systeme nicht von den Rechteinhabern gefunden wurden. Die Zugänglichkeit der neuen Oberfläche wird so zu einem Nachteil: Marian Steinbach erhielt eine Abmahnung, welche glücklicherweise einigermaßen glimpflich endete.

Auf der anderen Seite ließen sich durch die gute Durchsuchbarkeit von offeneskoeln.de einige Datensammlungen finden, welche wiederum ganz neue Datenanwendungen möglich machten – zum Beispiel eine Unfallkarte.

OParl – ein einheitlicher RIS-Standard

Doch dies sollte nur der erste Schritt gewesen sein. Marian Steinbach hat sich in Zusammenarbeit mit dem Frauenhofer Institut FOKUS und der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler IT-Dienstleister Vitako aufgemacht, einen einheitlichen Standard für die Abfrage von Informationen aus Ratsinformationssystemen zu entwerfen. Zurzeit findet die Abfrage über einen sog. Scraper (Programm zur Abfrage von Daten anderer Websites) statt, welcher für jede Stadt separat angepasst werden muss und sensibel auf Software-Änderungen seitens der Stadt reagiert.

Die Gründungssitzung des Projektes mit dem Namen OParl. fand am 17.4. in Köln statt. Dort kamen RIS-Anbieter, kommunale IT-Dienstleister, kommunale Vertreter und Mitglieder der Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam das Thema Öffnung von Ratsinformationssystemen voranzutreiben. Wir waren natürlich auch vor Ort. Das wohl wichtigste Resultat der Sitzung: Die anwesenden RIS-Anbieter vereinbarten die Entwicklung eines einheitlichen RIS-API-Standards bis zum 30.06. auf Basis des von Marian Steinbach entwickelten API-Entwurfes (API = Programmier-Schnittstelle).

Neue Oberfläche für die Ratsinformationssysteme im Ruhrgebiet

Neben den Bemühungen zur Standardisierung gibt es sehr konkrete Pläne, die Oberfläche von offeneskoeln.de für weitere Städte verfügbar zu machen. Das Ruhrgebiet ist hierbei besonders aktiv, hier arbeiten mehrere Akteure an einer Portierung für die Ruhrgebietsstädte. Eine Test-Installation für Bochum läuft bereits. Auch die Rats-Informationssysteme von Moers und Witten sind problemlos machbar. Denn diese Systeme basieren wie Köln auf dem RIS SessionNet des Anbieters Somacos, so dass die Anpassung des Scrapers schnell machbar war.

Leider fehlt uns bislang die Serverkapazität, um die Oberfläche öffentlich online zu schalten. Hierzu würden wir uns freuen, wenn Sie uns helfen könnten. Denn wenn wir die Last gemeinsam schultern, ist es für jeden einzeln nicht viel – ein Server für 50 Euro / Monat wird für mehrere Kommunen, wenn nicht gar für das ganze Ruhrgebiet, reichen. Wenn Sie die Oberfläche offeneskoeln.de für die Ruhrgebiets-Kommunen unterstützen wollen, schreiben Sie bitte eine Mail an info {at} openruhr(.)de. Danke!

Um nicht nur auf SessionNet basierte RIS komfortabel darzustellen, wird jedoch mehr benötigt: die Entwicklung der dazugehörigen Scraper. Hierzu möchten wir einen Hackday veranstalten, wo wir diese Scraper zusammen mit anderen OpenData + OpenSource Projekten entwickeln wollen. Auf unserem Workshop hat sich hierzu eine Hackday-Gruppe gebildet, welche sowohl den Hackday als auch weitere Softwareentwicklungen begleiten soll. Wir laden auf der Mailingliste herzlich zum Mitmachen ein.